Aktuelles

Geduld hat sich gelohnt

Der Verein zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes e. V. ist bestrebt, die „Triesdorfer Tiger“, wie sie im Volksmund auch heißen, als Zweinutzungsrasse zu erhalten. Da durch den Aufbau einer Fleischvermarktung die Nachfrage im Mutterkuhbereich zunimmt suchen wir immer wieder Milchviehbetriebe, die eine Tigerkuh nehmen.

So kam auch die Familie Hildner zu ihrer ersten Ansbach-Triesdorfer Kalbin. Diese stammte aus einem Mutterkuhbetrieb und hatte lange große Schwierigkeiten, sich in die neue Gruppe einzugewöhnen. Nach ihrem 1. Kalb blieb sie nicht nur weiterhin zickig, sondern sank mit ihrer Michleistung auch sehr schnell auf enttäuschende 13 Liter Milch am Tag. Mehrmals überlegten die Hildners, ob sie die Kuh nicht lieber verkaufen sollen. Doch sie bekam eine zweite Chance – und ein zweites Kalb. Selbst die Kalbung war für die Familie nervenaufreibend, weil Tiggy niemanden an sich ran lassen wollte, dann aber ohne Komplikationen selbst kalbte. Und dies scheint der Wendepunkt gewesen zu sein: Tiggy ist eine freundliche Kuh geworden – und gibt 27 Liter Milch täglich. Damit ist ihre Zukunft auf dem Hof gesichert und die anderen Kühe danken es ihr mit freundlichem Lecken.

Hof mit Ansbach-Triesdorfer-Rindern anbieten und finden

Sie suchen einen Hof mit Ansbach-Triesdorfer-Rindern?

Einige Betriebe mit Ansbach-Triesdorfer Rindern werden in den nächsten Jahren ihre Höfe aufgeben müssen, weil sie keine Hofnachfolger haben. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Menschen, die gerne einen Bauernhof übernehmen möchten und sich für alte, vom Aussterben bedrohte Haustierrassen interessieren. Wir möchten diese beiden Personengruppen in Kontakt bringen. Mehr dazu hier

Tigerfreunde im Sauerland

September 2017

ideaNachdem schon vor fast zwei Jahren eine Freundin der Ansbach-Triesdorfer Rinder im Sauerland mit der Zucht der Rasse begonnen hat, gibt es dort nun einen zweiten Betrieb. Die Familie Berger, die auf ihrem Biohof schon viele Jahre Mutterkühe hält, suchte nach einer alten, vom Aussterben bedrohten Rasse für ihren Betrieb. Als Sohn Melvin noch in Namibia arbeitete, suchte er schon im Internet nach einer geeigneten Rasse, um gleich nach seiner Rückkehr mit dem Aufbau einer Herde beginnen zu können.

Dabei stieß er auf die Ansbach-Triesdorfer Tiger und organisierte noch aus Afrika den Ankauf der ersten Tiere. So gelangte „Idea“, die zuvor in Franken als Milchkuh gelebt hatte, als erste Tigerkuh zu den Bergers. Mittlerweile wurden noch drei Kalbinnen und ein Jungbulle gekauft, so daß der Grundstock für eine große Tigerherde gelegt ist. Übrigens: Den Betrieb der Bergers können Sie besuchen.


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Bulle Josef, Februar 2016 (Foto: Verein zur Erhaltung des Ansbacher-Triesdorfer Rindes e.V.)

Das Ansbach-Triesdorfer Rind war eine früher vor allem in Franken verbreitete Rinderrasse. Heute existieren noch um die 100 Tiere. Der Arterhalt gilt als extrem gefährdet. Einige engagierte Landwirte und Züchter kämpfen darum, dieses besondere Rind, auch „Triesdorfer Tiger“ genannt, zu bewahren. Der Verein zur Erhaltung des Ansbacher-Triesdorfer Rindes e.V. unterstützt sie.

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