Aktuelles

Triesdorfer Tiger auf der Biodiva

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Babsy kommt nach Nürnberg – vom 17. bis 19.2. ist sie auf der Biodiva im Z-Bau zu sehen.

Hubert Rottner, Mitbegründer der Biofach und Veranstalter zahlreicher Messen für ökologische Produkte, führt in diesem Jahr erstmalig eine Messe für Artenvielfalt durch. Die Messe findet vom 17. bis 19. Februar parallel zur Biofach im Kulturzentrum Z-Bau, Frankenstraße 200, in Nürnberg statt.

Neben zahlreichen kulinarischen Angeboten, Vorträgen, Workshops, Saatgutangeboten usw. wird es auch ein Tierzelt mit vom Aussterben bedrohten Haustieren geben. Dort werden wir mit der Tigerkuh “Babsy” vertreten sein, die uns freundlicherweise das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim zur Verfügung stellt.

Die Messe ist eine gute Gelegenheit, sich über die Ansbach-Triesdorfer Rinder zu informieren, aber auch, Erfahrungen mit anderen Züchtern auszutauschen.


Jahresrückblick 2016

Abwärtstrend erstmal gestoppt

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Tigerbulle Josef mit Kuh im Juli 2016 (Foto: Verein zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes e.V.)

Das Ansbach-Triesdorfer Rind ist nicht nur die älteste gezielt gezüchtete Rinderrasse Deutschlands, sondern wohl auch die am stärksten vom Aussterben bedrohte. Von 2012 bis 2015 nahm die Zahl der Betriebe, die diese Rasse hielten, kontinuierlich ab – und ebenso der Tierbestand. So gab es 2015 gerade noch 82 anerkannte Kühe (eine aktuelle Statistik finden Sie beim Rinderzuchtverband Franken). Im Jahr 2016 konnte der Abwärtstrend bei den Tigern zumindest gestoppt werden; mit derzeit 91 gibt es auch wieder etwas mehr Kühe.

Um diese Entwicklung zu stoppen begann der Verein zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes im Februar 2016, eine eigene Fleischschiene aufzubauen. Damit soll zum einen das hochwertige Fleisch der Triesdorfer Tiger nicht mehr in allgemeinen Schlachthaus­produkten untergehen, zum anderen die Rasse wieder bekannter gemacht werden. Neben immer mehr Landwirten unterstützen mehrere Gastwirte, Metzger sowie eine Biolebensmittelkette das Projekt. Im September 2018 soll die gemeinsame Vermarktung beginnen.

Parallel dazu fand sich ein engagierter Freund der Ansbach-Triesdorfer Rinder, der eine komplett neue und nun auch immer aktuelle Homepage für die Tiger erstellt hat.

Durch beide Maßnahmen gelang es, zu den bisher vier Mutterkuhbetrieben weitere acht hinzuzugewinnen. Diese Entwicklung ist für den Erhalt der Triesdorfer Tiger enorm wichtig, da u.a. durch den sinkenden Milchpreis auch 2016 wieder einige Milchvieh­betriebe aufgeben mussten und in den nächsten Jahren sicher noch weitere hinzu kommen. Andererseits begannen aber auch vier Milchviehbetriebe im Jahr 2016 erstmalig mit Ansbach Triesdorfern. Die Tiger bringen als Dreinutzungsrasse zwar nicht die Milchmengen wie Fleckvieh oder Holstein Friesian, aber sie bringen auch ohne Kraftfutter eine akzeptable Milchleistung und sind daher gerade für Biobetriebe sehr interessant.

Für das nächste Jahr planen wir zum einen, die Fleischlinie weiter auszubauen und insbesondere ein Herdbuch für die Triesdorfer Tiger in der Mutterkuhhaltung aufzubauen.


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Bulle Josef, Februar 2016 (Foto: Verein zur Erhaltung des Ansbacher-Triesdorfer Rindes e.V.)

Das Ansbach-Triesdorfer Rind war eine früher vor allem in Franken verbreitete Rinderrasse. Heute existieren noch um die 100 Tiere. Der Arterhalt gilt als extrem gefährdet. Einige engagierte Landwirte und Züchter kämpfen darum, dieses besondere Rind, auch „Triesdorfer Tiger“ genannt, zu bewahren. Der Verein zur Erhaltung des Ansbacher-Triesdorfer Rindes e.V. unterstützt sie.