Vermarktung Fleisch

Das Ansbach-Triesdorfer Rind gilt als extrem gefährdete Rinderrasse. Um den Bestand zu sichern und auszubauen wird daher momentan eine Erzeuger- und Vermarktergemeinschaft im fränkischen Raum aufgebaut.

Züchter des Tigerrindes und Vermarkter sollen sich zusammenfinden, um Zucht und Verzehr gezielt zu planen nach dem Motto: Bewahren durch Aufessen. Denn Viehhalter stehen heute wegen anhaltend niedriger Preise unter starkem wirtschaftlichem Druck. Den Erhalt einer alten Rinderrasse können sie nur leisten, wenn sie dafür fair entlohnt werden.

Bei Interesse an der Erzeuger- und Vermarktergemeinschaft oder dem Bezug von Fleisch können Sie uns gerne kontaktieren. Außerdem finden Sie hier ein Infoblatt (pdf) zum Ausdrucken, mit dem Sie beispielsweise andere Landwirte oder Vermarkter auf das Triesdorfer Tigerrind aufmerksam machen können.


24.04.2016 – 1. Treffen der Erzeuger- und Vermarktergemeinschaft (Bericht)

04.07.2016 – 2. Koordinierungstreffen zum Aufbau einer Erzeuger- und Vermarktergemeinschaf

26.09.2016 – 3. Koordinierungstreffen zum Aufbau einer Erzeuger- und Vermarktergemeinschaft (Bericht)


Ein wichtiges Thema für die Erzeugung und Vermarktung sind die Bedingungen, unter denen die Ansbach-Triesdorfer Rinder gehalten werden. Derzeit diskutieren die Beteiligten über folgende Haltungsbedingungen:

a) Bio
Hier gelten die gesetzlichen Biostandards

b) Konventionell

1. Futter:
Hier sollte man sich am Biostandard orientieren.
Im Sommer sollte vorwiegend Grünfutter und nur bei Futtermangel anderes
zugefüttert werden, v.a. Heu.
Im Winter sollte v.a. Heu, Grassilage und Futterstroh gefüttert werden.
Möglich wäre auch Kraftfutter vom eigenen Betrieb (Getreide, Leguminosen).
Über den Einsatz von Mais müsse weiter diskutiert werden. Denkbar sei z.B.
der Einsatz von Biomais.
Einig war man sich darüber, kein gentechnisch verändertes Futter und kein
Importsoja zu verwenden.

2. Haltung:
Im Sommer solle Weidegang üblich sein.

3. Alter:
Derzeit werde den Verbrauchern vorwiegend „Jungbullen“fleisch angeboten,
also Fleisch von Tieren unter 2 Jahren. Da es viel zu wenig
Ansbach-Triesdorfer Rinder gibt ist dies für uns jedoch nicht machbar. Bei
einer Vermarktung in den ersten Jahren im September nach dem Weidegang sind
einzelne Tiere immer älter als 2 Jahre. Ein finanzieller Abschlag ist hier
nicht machbar, da die Landwirte die Tiere ansonsten entsprechend früher
verkaufen würden, womit das ganze Projekt wohl gefährdet wäre. Im Übrigen
sei das Fleisch älterer Tiere eher besser, weil ausgereifter, und man könne
mit entsprechend längerem Abhängen eine weitere Qualitätssteigerung
erreichen.

4. Hörner:
Beim 1. Koordinierungstreffen wurde auch als wichtiges
Kriterium genannt, daß die Tiere Hörner tragen sollten.

 

 

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